Montag, November 09, 2009

Tom Wujec über 3 Wege wie das Gehirn Bedeutung herstellt

Letztes Jahr versuchten wir bei TED die überwältigende Komplexität und den Reichtum zu klären, den wir bei den Konferenzen erfuhren, in einem Projekt namens "Big Viz". Und das "Big Viz" ist eine Sammlung von 650 Skizzen, die von zwei Künstlern erstellt wurden. David Sibbet von "The Grove" und Kevin Richards von "Autodesk" erstellten 650 Skizzen, die versuchen die Essenz der Ideen jedes Vortragenden zu bündeln. Und das Fazit war, dass es wirklich funktioniert. Die Skizzen enthielten die Kernideen, die Portraits, die magischen Momente, die wir alle letztes Jahr erlebten.

Dieses Jahr denken wir: "Warum funktioniert das?" Was bringt Bedeutung in die Animationen, Grafiken, Illustrationen? Und das ist eine wichtige zu beantwortende Frage. Denn je besser wir verstehen wie das Gehirn Bedeutung generiert, desto besser können wir kommunizieren. Ich denke auch, desto besser können wir zusammen denken und arbeiten. Dieses Jahr werden wir visualisieren, wie das Gehirn visualisiert.

Kognitionspsychologen erzählen uns nun, dass das Gehirn die Welt nicht so sieht, wie sie ist, sondern eine Reihe mentaler Modelle durch eine Sammlung diverser Aha-Effekte erstellt, oder Momente des Entdeckens durch diverse Prozesse hindurch.

Der Prozess beginnt natürlich bei den Augen. Licht dringt ein und trifft auf die Netzhaut und wird verdreht, das Meiste davon gelangt in den hinteren Bereich des Hirns zum visuellen Kortex. Und der primäre visuelle Cortex sieht nur einfache Geometrie, nur die einfachsten Formen. Es ist aber gleichzeitig eine Art Relaisstation die Informationen verbreitet und umleitet, zu vielen anderen Bereichen des Gehirns. Mindestens 30 andere Teile, die selektiv Bedeutung erstellen, kreieren mehr Bedeutung durch "Aha"-Erlebnisse. Wir reden hier nur von Dreien davon.

Der erste wird ventraler Fluss genannt. Es ist auf dieser Seite des Gehirns. Und dies ist der Teil des Gehirns, der registriert was etwas ist. Das ist der "WAS" Detektor. Schaue auf eine Hand. Schaue auf eine Fernbedienung. Stuhl. Buch. Das ist also der Teil des Gehirns, der aktiviert ist, wenn Sie etwas benennen.

Ein zweiter Gehirnteil nennt sich dorsaler Fluss. Und was er tut ist, er lokalisiert ein Objekt im physischen Raum. Wenn Sie also hier auf die Bühne schauen erstellen Sie eine Art Karte der Bühne. Und wenn Sie Ihre Augen schließen, können Sie diese mental bewegen. Sie aktivieren den dorsalen Fluss, wenn Sie dies tun.

Der dritte Aspekt, über den ich reden möchte ist das lymbische System. Und das ist tief im Gehirn. Es ist sehr alt, evolutionär gesehen. Und es ist der Teil, der fühlt. Es ist eine Art Zentrum, wo Sie ein Bild sehen und denken "Oh! Ich habe eine starke oder emotionale Reaktion zu dem Gesehenen."

Die Kombination dieser Prozesszentren hilft uns also Bedeutung, auf sehr unterschiedliche Wege zu erstellen. Was lernen wir daraus? Wie können wir diese Erkenntnis verwenden? Nun, erneut, der schematische Aufbau ist, dass das Auge visuell abfragt, was wir ansehen. Das Gehirn übersetzt dies in parallele Erfindungen von Information, indem es unzählige Fragen stellt, um ein einheitliches mentales Modell zu erstellen.

Wenn Sie z.B. dieses Bild ansehen, eine gute Grafik läd das Auge zum herumspringen ein, um eine selektiv, visuelle Logik zu generieren. So erstellt der Akt der Bindung und der Anblick des Bildes die Bedeutung. Es ist die selektive Logik. Nun, wir haben das diskutiert und diese Information spezialisiert. Viele von Ihnen erinnern sich an die Zauber-Wand, die wir gemeinsam mit Perceptive Pixel gebaut haben, wo wir ganz buchstäblich eine unendliche Wand erzeugten. So können wir die großen Ideen vergleichen und gegenüberstellen. Der Akt der Bindung und Erstellung interaktiver Bilder bereichert die Bedeutung. Es aktiviert einen anderen Teil des Gehirns. Und dann wird das lymbische System aktiviert, wenn wir Bewegung, wenn wir Farbe sehen. Und es gibt primäre Formen- und Mustererkennung wovon wir bereits gehört haben.

Was ist also der springende Punkt? Wir erzeugen Bedeutung durch Sehen, durch einen Akt visueller Abfrage. Wir erlangen dreierlei Erkenntnisse. Erstens, nutzen wir Bilder um zu verdeutlichen, was wir kommunizieren wollen. Zweitens, gestalten wir diese Bilder interaktiv, so dass wir mehr vollständig in Anspruch nehmen. Und drittens, verstärken wir die Erinnerung durch visuelle Beständigkeit. Diese Techniken, die genutzt werden können um zu - die großflächig zur Problemlösung angewandt werden können.

Die nieder-technologische Version sieht so aus. Und nebenbei, dies ist die Art, wie wir Strategien bei Autodesk entwickeln und ausgestalten, in einigen unserer Organisationen und Geschäftsbereichen. Was wir buchstäblich tun ist, unsere Teams anzuweisen den gesamten Strategieplan auf eine große Wand zu malen. Und das ist sehr machtvoll, weil jeder alles andere sehen kann. Es gibt immer ein wenig Raum, ein wenig Platz um Sinn aus allen Komponenten zu erzeugen innerhalb des Strategieplans.

Das ist die Zeitraffer-Perspektive davon. Sie könnten nun fragen "Wer ist der Boss?" Sie werden es schon wissen. Also der Akt des gemeinsamen, kollaborativen Erstellens des Bildes verändert die Kollaboration. Zwei Tage lang wird kein PowerPoint verwendet. Stattdessen erstellt das gesamte Team ein gemeinsames mentales Modell mit dem Sie alle übereinstimmen und weitermachen.

Und das kann nun durch neu entstehende digitale Technologie verstärkt und ergänzt werden. Und das ist unsere große Enthüllung für heute. Und dies ist eine Ansammlung neu entstehender Technologie die große Bildschirmdisplays benutzt mit intelligenten Berechnungen im Hintergrund, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Hier können wir buchstäblich auf Zukunftsfähigkeit blicken. Ein Team kann also tatsächlich auf alle Schlüsselelemente blicken, welche die Struktur erwärmen und Entscheidungen treffen und das Endresultat sehen, das auf dem Bildschirm visualisiert wird.

Bilder aussagekräftig zu machen hat also drei Komponenten. Das erste nochmal ist, Ideen darzustellen indem man sie visualisiert. Zweitens, sie interaktiv zu gestalten. Und dann drittens sie permanent zu machen. Und ich glaube, das diese drei Prinzipien eingesetzt werden können, einige der ziemlich anspruchsvollen Probleme die wir heute in der Welt haben zu lösen. Danke schön.

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Mayakalender Interview

Geplanter Genozid

OpenOffice.org Clocks up One Hundred Million Downloads



The OpenOffice.org Community is today celebrating one hundred million recorded downloads for the latest version of its software, launched barely one year ago. A week of celebrations will peak at the Community's annual conference, opening in Orvieto, Italy on November 4th next week.

Edinburgh, Scotland (PRWEB) October 29, 2009 -- Yesterday, Wednesday 28th., the one hundred millionth person clicked on the Download OpenOffice.org button since version 3.0 of the software was announced just over one year ago. With a follow up 3.1 release in May this year, and a 3.2 release already in the hands of beta testers, the world's leading open-source office productivity suite is continuing to generate enthusiasm among developers and end users alike. The champagne bottles are already being prepared for celebrations at the community's annual conference next week in Orvieto, Italy.

News Image

Italo Vignoli, spokesman for the conference organising team, explained the significance of the milestone and the event. "We are delighted to have the global OpenOffice.org community coming to Italy at such a memorable time. Here in Italy we have seen 8 million downloads of the Italian version in the twelve months to October 2009, against less than 7 million new PCs sold in the same period. This proves our market share in the segment of personal productivity office suites is growing strongly and steadily. Users are asking for a personal productivity suite, and we are giving them exactly what they want - without trying to force them to use other products they don't need. Our Conference is open to anyone interested in OpenOffice.org - please come along and join the celebrations".

What makes the statistics impressive is that they only record downloads via the OpenOffice.org website, and exclude for example large numbers of Linux users who generally download software from their own distributor. In addition, many users obtain OpenOffice.org via other mirrors, peer-to-peer networks, CDs, or other media.

About OpenOffice.org:

Read our Press Kit

The OpenOffice.org Community is a global network of volunteer and sponsored contributors who seek to make state-of-the-art desktop productivity software available to install and use for any purpose in virtually every computer anywhere at absolutely no cost. Their OpenOffice.org open-source productivity suite bundles word processor, spreadsheet, presentations, and database software applications comparable (and some would say superior) to Microsoft's Office product.

No up-front license to purchase, no annual renewal fee to pay; no having to buy an 'upgrade' every time a new version comes out. Just nice clean (virus resistant) software that is easily installed (even by the technophobe), conveniently downloadable and seamlessly ready to run, able to read and write to Microsoft Word and Excel files even if those applications are not installed, and backed by a world-wide network of top-notch technical support... all at no cost.

The OpenOffice.org Community benefits from generous sponsorship from a number of companies, including Sun Microsystems, the founding sponsor and primary contributor. All satisfied users are encouraged to participate in the Community's work - as developers, testers, translators, artists, authors, answering queries, or simply spreading the word - with the overarching objective of making everything work better for everyone.

Contacts:

Italo Vignoli (UTC/GMT +01h00)
OpenOffice.org Marketing Contact, Italy
italovignoli (at) openoffice (dot) org
Phone: +39 348 565 38 29

John McCreesh (UTC/GMT)
OpenOffice.org Marketing Project Lead
jpmcc (at) openoffice (dot) org
+44 (0)7 810 278 540

Florian Effenberger (UTC/GMT +01h00)
OpenOffice.org Marketing Project Co-Lead
floeff (at) openoffice (dot) org
+49 151 14424108

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Montag, Oktober 05, 2009

Sheila Chandra live

Donnerstag, Oktober 01, 2009

ASHTAR

ASHTAR

Mittwoch, September 30, 2009

Fart Competition

Klangherbst-Konzert am 3. Oktober in Reichenau a.d. Rax

mit Peter Gabis und Wolfgang Saus



Peter Gabis – Gongs, Percussion, Stimme

Peter Gabis, ein klangmalender Jazzschlagzeuger betritt neue musikalische Wege. Teils minimalistisch mit viel Raum und Klang, teils energiegeladen und frisch. Und immer Musik vom Herzen, aus der Stille kommend und wieder in die Stille führend.

Bedient wird ein Sammelsurium aus perkussiven Instrumenten aus aller Welt: Gongs, Klangschalen, Trommeln aus Afrika, Indien, Kuba, Brasilien, Amerika, Australien und nicht zuletzt unser ureigenstes Instrument, die Stimme. Peter Gabis gibt dem Begriff „Weltmusik“ eine neue Note: Es geht hier nicht um das reproduzieren von Musik aus verschiedenen Kulturen, sondern um das erschliessen von neuen inneren Welten durch Musik die uns im Ursprung berührt.

Wolfgang Saus



Wolfgang Saus - Obertongesang

Obertonsingen ist die Kunst, zwei Töne gleichzeitig zu singen - ein verblüffender Effekt, der die Menschen immer wieder in Erstaunen versetzt. Aber es ist viel mehr als nur ein Effekt. Die Obertöne sind die Urmusik des Universums, eine Tonfolge, die viel älter ist als die Menschheit. Die Obertöne spiegeln das Urgesetz der harmonischen Schwingung, das bereits von den Pythagoräern bestaunt wurde. Diese Urmusik ist in unserem Kehlkopf eingebaut. Wir brauchen nur mit den allerursprünglichsten Mitteln zu tönen, um uns mit dieser Weltharmonik zu verbinden.

Die Entdeckung der Resonanz im eigenen Körper befriedigt eine tiefe Sehnsucht und erzeugt eine unerklärliche Vertrautheit mit den seltsamen Klängen. Die Ohren gehen auf, und plötzlich ist die Welt voller neuer Klänge. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen sogar, dass die Obertöne die Gehirnaktivität verändern und neue Areale aktivieren.

Es ist wirklich ein Abenteuer, sich auf die Faszination der eigenen Klänge einzulassen.

Diese Veranstaltung wird im Schloss Reichenau im neuen Konzertsaal stattfinden.

Die OpenOffice.org PrOOo-Box 3.1.1

10.9.2009
Die PrOOo-Box 3.1.1-1 DVD steht ab sofort zum Download bereit.

Hier gehts zum Download (empfohlen per Bittorrent).

PrOOo-Box DVD

Die Datenträger enthalten Vorlagen für unterschiedliche Zwecke, umfangreiche Dokumentationen für alle Module und zusätzliche Schriftarten, in der OpenOffice.org-Community wurden auch viele interessante Programmerweiterungen sowie Hilfsmittel und Dokumentationen für Entwickler erstellt.

Neben der Aktualisierung wurde dieses Mal besonderer Wert auf die mitgelieferten Extensions gelegt. Viele Pakete wie Presenter Console, Presentation Minimizer, PDF-Import und Wiki Publisher sind enthalten und erweitern die Funktionalität von OpenOffice.org.

Der Basic Addon Builder unterstützt Entwickler bei ihrer Arbeit. Mit dem LanguageTool, das im Rahmen des Sun Community Innovation Program prämiert wurde, wird die Rechtschreibprüfung ergänzt. Erstmals liegen auch zahlreiche Wörterbücher als Extension vor. Alle Extensions lassen sich einfach mittels Mausklick installieren.

Zur Abrundung des Paketes enthält die PrOOo-Box auch weitere OpenSource-Programme für den Büroalltag, auf deren Entwicklung im OpenOffice.org-Projekt derzeit zugunsten der Konzentration auf die vorhandenen Module verzichtet wird, wie z.B. 7-Zip und Mozilla Produkte.

Die PrOOo-Box DVD enthält Installationspakete für Windows, Linux Debian und RPM, FreeBSD, Mac OSX Intel und PPC, Solaris Sparc und Solaris x86.

Sprachpakete für Englisch und Französisch sind für alle Betriebssysteme dabei sowie das JRE (Java Runtime Environment) für Linux, Solaris und Windows.

Der Sourcecode mit SDK (Software Development Kit) für Entwickler steht hier für Windows, Mac, Linux und Solaris zur Verfügung, das URE (UNO Runtime Environment) wurde vollständig in OpenOffice.org integriert.

PrOOo-Box DVD Online

Der aktuelle Stand der PrOOo-Box DVD steht auch direkt als Online-Version unter live.prooo-box.org zur Verfügung.

CDs für Windows, Linux, Mac, Solaris und FreeBSD

Für die CDs mit je einem Betriebssystem suchen wir Mitarbeiter, die bereit sind, eine "Patenschaft" für deren Erstellung und Pflege zu übernehmen. Derzeit bieten wir folgende CD an: Windows, Linux-deb und Linux-rpm.

Bei Interesse an einer Patenschaft kontaktieren Sie bitte unsere Ansprechpartner per Email Email.

Das CD-ISO ist wie gewohnt auch als Bittorrent verfügbar.

Mittwoch, April 30, 2008

OpenOffice.org Portable 2.4

OpenOffice.org Portable in neuer Version erschienen

Das deutschsprachige Projekt von OpenOffice.org hat heute die Verfügbarkeit der neuen Version von OpenOffice.org Portable bekannt gegeben. Die neue Version wurde auf die am 27. März veröffentlichte Version 2.4 von OpenOffice.org aktualisiert, die unter anderem den PDF-Export um PDF/A-1 (ISO 19005-1) erweitert, wodurch PDF-Dokumente auch für die Langzeitarchivierung exportiert werden können. Ebenfalls erweitert wurden beispielsweise das neue Diagramm-Modul sowie die Hilfe. Zusätzlich wurde der OpenOffice.org Portable-Launcher aktualisiert und einige kleinere Fehler im Zusammenspiel mit Python behoben.

Zeitgleich wurde auch die PrOOo-Box nochmals aktualisiert. Sie enthält nun auch die Version 2.4 von OpenOffice.org für FreeBSD, sowie die neue Version von OpenOffice.org Portable.

Konferenzprogramm auf dem LinuxTag

Auf dem LinuxTag in Berlin präsentiert sich das Projekt OpenOffice.org mit zwei eigenen Vortragstagen im Rahmenprogramm der Messe. Am Donnerstag, 29.05. und Freitag, 30.05.2008, jeweils von 10-18 Uhr, werden hochkarätige Referenten Einblicke in verschiedene Themen rund um die freie Office-Suite geben und stehen für eine direkte Kontaktaufnahme zur Verfügung. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Blick in die für Herbst erwartete Version 3.0, Vorträge der Städte München und Freiburg zu ihren erfolgreichen Migrationen sowie Informationen zum OpenDocument-Format, dem UNO Component Model und der Entwicklung eigener Erweiterungen. Weitere Informationen stehen unter http://de.openoffice.org/linuxtag2008/ zur Verfügung.


Kontakt

Webseite Projekt: http://de.openoffice.org
Webseite zum LinuxTag-Programm: http://de.openoffice.org/linuxtag2008/
Webseite PrOOo-Box: http://www.prooo-box.org
Webseite OpenOffice.org Portable: http://www.oooportable.org
Pressekontakt: Florian Effenberger
Kontakt OOo-LinuxTag-Konferenzprogramm: linuxtag2008@ooodev.org

Über OpenOffice.org

Das Projekt OpenOffice.org ist eine internationale Gemeinschaft von Freiwilligen und Sponsoren, allen voran Gründungsmitglied und Hauptsponsor Sun Microsystems. OpenOffice.org entwickelt die gleichnamige führende Open Source Office Suite. Das Programm enthält eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, ein Präsentationsprogramm, ein Zeichenmodul, ein Datenbankmodul und weitere Komponenten; es benutzt das nach ISO/IEC 26300 standardisierte OpenDocument-Dateiformat (ODF) als Standardformat und unterstützt eine Vielzahl weiterer Dokumentenformate. OpenOffice.org läuft auf allen wichtigen Plattformen, einschließlich Windows, Linux, Solaris, Mac OS X, und es ist in über 80 Sprachen erhältlich. OpenOffice.org ist für private und kommerzielle Nutzung lizenzkostenfrei unter der Open Source-Lizenz LGPL verfügbar.

PrOOo-Box 2.4

PrOOo-Box in neuer Version erschienen

Das deutschsprachige Projekt von OpenOffice.org hat heute die Verfügbarkeit der neuen PrOOo-Box bekannt gegeben. Die neue Version wurde auf die am 27. März veröffentlichte Version 2.4 von OpenOffice.org aktualisiert, die unter anderem den PDF-Export um PDF/A-1 (ISO 19005-1) erweitert, wodurch PDF-Dokumente auch für die Langzeitarchivierung exportiert werden können. Ebenfalls erweitert wurden beispielsweise das neue Diagramm-Modul sowie die Hilfe.

PrOOo-Box jetzt auch als CD für Solaris und FreeBSD

Die PrOOo-Box ist mit Veröffentlichung der neuen Version auch als betriebssystem-spezifische CD-ROM für Solaris und FreeBSD erhältlich. Daneben wurden zahlreiche Open-Source-Programme wie Firefox und 7zip auf den aktuellsten Stand gebracht. Die auf der Box enthaltenen Vorlagen wurden aktualisiert und die Dokumentation zu OpenOffice.org erweitert. Zusätzlich wurde die Benutzeroberfläche für Windows-Nutzer verbessert, sodass die Installation der Programme nun direkt aus dem Menü erfolgen kann.

Konferenzprogramm auf dem LinuxTag

Auf dem LinuxTag in Berlin präsentiert sich das Projekt OpenOffice.org mit zwei eigenen Vortragstagen im Rahmenprogramm der Messe. Am Donnerstag, 29.05. und Freitag, 30.05.2008, jeweils von 10-18 Uhr, werden hochkarätige Referenten Einblicke in verschiedene Themen rund um die freie Office-Suite geben und stehen für eine direkte Kontaktaufnahme zur Verfügung. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Blick in die für Herbst erwartete Version 3.0, Vorträge der Städte München und Freiburg zu ihren erfolgreichen Migrationen sowie Informationen zum OpenDocument-Format, dem UNO Component Model und der Entwicklung eigener Erweiterungen. Weitere Informationen stehen unter http://de.openoffice.org/linuxtag2008/ zur Verfügung.


Kontakt

Webseite Projekt: http://de.openoffice.org
Webseite zum LinuxTag-Programm: http://de.openoffice.org/linuxtag2008/
Webseite PrOOo-Box: http://www.prooo-box.org
Webseite OpenOffice.org Portable: http://www.oooportable.org
Pressekontakt: Florian Effenberger
Kontakt OOo-LinuxTag-Konferenzprogramm: linuxtag2008@ooodev.org

Über OpenOffice.org

Das Projekt OpenOffice.org ist eine internationale Gemeinschaft von Freiwilligen und Sponsoren, allen voran Gründungsmitglied und Hauptsponsor Sun Microsystems. OpenOffice.org entwickelt die gleichnamige führende Open Source Office Suite. Das Programm enthält eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, ein Präsentationsprogramm, ein Zeichenmodul, ein Datenbankmodul und weitere Komponenten; es benutzt das nach ISO/IEC 26300 standardisierte OpenDocument-Dateiformat (ODF) als Standardformat und unterstützt eine Vielzahl weiterer Dokumentenformate. OpenOffice.org läuft auf allen wichtigen Plattformen, einschließlich Windows, Linux, Solaris, Mac OS X, und es ist in über 80 Sprachen erhältlich. OpenOffice.org ist für private und kommerzielle Nutzung lizenzkostenfrei unter der Open Source-Lizenz LGPL verfügbar.

Walpurgis - Beltane

Die Walpurgisnacht (benannt nach der Heiligen Walburga, deren Gedenktag am 1. Mai war) ist ein traditionelles europäisches Fest am 30. April. Als Tanz in den Mai hat es wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des Maifeiertags auch als urbanes, modernes Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden.

Mythologie

Mythologisch findet die Walpurgisnacht (ähnlich dem keltischen Fest Beltane) als Mondfest in der Nacht des ersten Vollmondes zwischen der Frühjahrstagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende statt. Traditionell gilt jedoch die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht, in der angeblich die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (eigentlich Brocken), aber auch an anderen erhöhten Orten ein großes Fest abhalten. Spätestens ab den Hexenprozessen des 16. und 17. Jahrhunderts tritt das Motiv der Teufelsverehrung hinzu.

Der Name Walpurgisnacht leitet sich wahrscheinlich von Walpurga (auch Walburga oder Walpurgis) ab, einer Äbtissin aus England (710-779). Der Gedenktag dieser Heiligen wurde im Mittelalter am 1. Mai gefeiert. Die neun Tage davor wurden als Walpurgistage bezeichnet, das Läuten von Glocken zur Abwehr der angeblichen Hexenumtriebe wird örtlich auch als Walpern beschrieben.

Tradition und Brauchtum

Viele Walpurgisriten leben in bäuerlichen Maibräuchen fort. Im Volksbrauchtum schützte man seinen Hof durch nächtliches Peitschenknallen, ausgelegte Besen und Maibüsche. Der Maibaum, meist eine Birke, ist zugleich Fruchtbarkeitssymbol und Darsteller des Weltenbaums. Zu Walpurgis werden traditionell die Maibäume aus dem Wald in den Ort geholt, um sie der Liebsten vor das Haus zu stellen. In der Dorfmitte wird um den Baum getanzt. Der Baum symbolisiert so die Fruchtbarkeit der Natur, die zu den Menschen gebracht wird. Rituelle Liebesakte auf den Feldern in vorchristlicher Zeit sollten angeblich die menschliche Fruchtbarkeit auf den Ackerboden übertragen. Eine besondere Rolle spielen hierbei die Brautstein genannten Monolithen im Wendland (z.B. in Woltersdorf und Trebel), die man als versteinerte Brautpaare ansah. Es soll Sitte gewesen sein, dass in der Walpurgisnacht Mädchen mit entblößten Genitalien über diese Steine rutschten, um sich dabei ihren Liebhaber zu wünschen.

Viele der Bräuche bei Frühlingsfesten ranken sich um junge Paare, die symbolisch für die menschliche Gemeinschaft stehen. Der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuern soll reinigen und Seuchen fernhalten (Walpurgis gilt als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut). Die auch heute noch in weiten Teilen Deutschlands gefeierten Hexenfeuer gehen mutmaßlich auf diese Tradition zurück. Mit der sehr rigoros gehandhabten Christianisierung nicht nur in Deutschland wurden diese alten Bräuche als heidnisch verdammt, die ursprüngliche, nach Ansicht einiger Forscher auf matriarchalische Gesellschaftsstrukturen zurückgehende Bedeutung ging verloren und in harmlos-ländlichem Jugendbrauchtum auf.

Keltisches Brauchtum

Der 1. Mai soll für die Kelten einer der wichtigsten Tage ihres religiösen Jahres gewesen sein: Sie feierten den Beginn der Sommerzeit, in der die Erde wieder zum Leben erwacht. Auch die Germanen kannten mutmaßlich derartige Frühlingsfeste. Sie feierten es mit Freudenfeuern und befragten die "weisen Frauen", die "Hagazussen", die in den "heiligen Hainen" angeblich auf der Schwelle zwischen der Menschen- und der Geisterwelt saßen, nach der Zukunft.

Mit Beginn der Christianisierung wurde der "heidnische Hokuspokus" zu Treffen finsterer Mächte umgedeutet und die Hagazussen wurden als "Hexen", als weibliche Verkörperung des Bösen, die mit dem Teufel im Bunde waren, diffamiert. So wurde in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai weiter um das Feuer getanzt - jetzt allerdings zur Abwehr der Hexen. Die Menschen zogen weiter lärmend durch die Straßen. Nicht mehr, um den Frühling zu begrüßen, sondern um Geisterwesen zu verscheuchen. Zum Schutz vor den Hexen malte man weiße Kreuze an Häuser und Stallungen oder streute geweihtes Salz auf die Türschwellen. Die Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. Mancherorts war es üblich, dass die jungen Männer mit Peitschen knallend durch die Straßen zogen.

Die Bräuche haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Die wenigsten wissen wahrscheinlich noch um den Ursprung der Walpurgisnacht. Übriggeblieben ist teilweise nur noch das als Schabernack gedachte Beschädigen und Entwenden des Eigentums Anderer, um diese zu ärgern. Auf dem Brocken, dem Hexentanzplatz und der benachbarten Rosstrappe - mutmaßliche Zentren des alten heidnischen Walpurgisnacht-Brauchtums im Harz - ist davon heute nur noch eine Touristenattraktion übrig geblieben.

* Das Hexenfeuer (auch Hexenbrennen, Maifeuer, Tanz in den Mai genannt) wird in weiten Teilen Deutschlands gefeiert. Dazu wird am 30. April ein Feuer entfacht, mit dem man "die bösen Geister" vertreiben will. Dies wird bis spät in die Nacht gefeiert. Auf dem Hexenfeuer stehen gelegentlich hölzerne "Hexen", die meist von der Jugend angefertigt worden sind. In den Schweizer Alpen haben sich sogenannte Tanzbödeli erhalten. Orte an denen sich während der Calvinisierung trotz 150 Jahre Musik- und Tanzverbot die Jugend traf, um heimlich zu feiern. Heutzutage hat diese Tradition jedoch nur noch wenig mit Aberglauben oder Hexenverbrennung zu tun, sondern ist mehr als Volksfest anzusehen, nicht selten in Verbindung mit erhöhtem Konsum von Alkohol. In der Stadt Marburg wird das Hereinfeiern in den Mai alljährlich mit einem Maieinsingen von Magistrat und Hunderten Menschen auf dem Rathausplatz gestaltet. Punkt Mitternacht wird gesungen.
* Der Tanz in den Mai ist die moderne Form des alten Brauches, den Beginn des Mais (1. Mai) in der Walpurgisnacht (30. April) mit Tanz und Gesang zu begrüßen und dabei Maibowle zu trinken.
* Neben reinen Tanzveranstaltungen wird auch gelegentlich der Brauch gepflegt, sich ähnlich wie zu Halloween oder Karneval zu verkleiden und „Hexentänze“ aufzuführen.
* In Österreich, Bayern und der Oberlausitz wird meist am Abend oder am Vormittag des 1. Mai ein Maibaum aufgestellt, der in der Regel eine Fichte oder Tanne ist. In anderen Regionen wird dieser Brauch jedoch ausschließlich am Morgen des 1. Mai begangen.
* Vereinzelt gibt es auch den Brauch des Maistrichs: Dabei werden in der Nacht weiße Linien mit Kreide, Kalk o. ä. bei heimlich Verliebten vom Haus des einen zum Haus des Anderen gezogen und somit öffentlich gemacht. Andernorts werden Häcksel gestreut anstatt weiße Linien zu ziehen.

Nordeuropa

In Schweden und Finnland finden in der Walpurgisnacht die größten Studentenfeste des Jahres statt, Vappu in Finnland und Valborg in Schweden, wobei ähnlich wie in Deutschland um ein Maifeuer herum viel gesungen, gelacht und getrunken wird.

Beltane war wie viele ähnliche Feste ein Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest, es gehört zu den sogenannten Feuerfesten. Es steht für das Neuerwachen und die Aufbruchstimmung der Erde nach dem Winter, ein Fruchtbarkeitsfest nicht nur im Sinne der Fortpflanzung, sondern auch für Kreativität, neue Ideen, Projekte oder neue Beziehungen. Im keltischen Jahreskreis kann es mit der aufblühenden Jugend verglichen werden. Soweit wir heute noch darüber Wissen besitzen, stellten in der irischen Mythologie Übergänge aller Art (Land/Wasser, Erde/Luft, Jahreszeiten) besondere, heilige Orte und Zeiten dar. An diesen Grenzpunkten und -zeiten sollen die Übergänge von „Dies- und Anderswelt“ als besonders durchlässig gegolten haben.

Riten damals und heute

Über die zu Beltane tatsächlich begangenen Riten ist wenig bekannt, u. a. weil aus vorchristlicher Zeit keine Quellen vorliegen. Mittelalterliche Quellen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen u. a. Freudenfeuer auf dem Hill of Uisnech. Große Holzstapel wurden aufgeschichtet und in der Nacht zum 1. Mai entzündet. Dies diente nicht nur der Beleuchtung der Feierlichkeiten, ebenso wurden die Herden hindurchgetrieben, um sie rituell zu reinigen. Im Gegensatz zu Samhain ist Beltane ein fröhliches Fest, das im Zeichen der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Wachstums steht. Die Beltanefeierlichkeiten zum Frühlingsbeginn zeigen einige Analogien zu heutigen Tradition wie „Tanz in den Mai“ oder das Osterfeuer. Auch der traditionelle Maibaum hat hier vermutlich seinen Ursprung: Die Kelten schmückten zu Beltane die Häuser und Ställe mit frischem Grün. Die Wahl der Maikönigin ist ein letzter Hauch der heidnischen Verehrung der Göttin, die dem Land die Fruchtbarkeit schenkte.

Das Fest wurde in späterer Zeit von Neuheiden wiederbelebt und neu interpretiert, u. a. als mystische Vereinigung von „Gott“ und „Göttin“, Beginn des Wachstums in der Natur, Zunahme der Kraft von Feen und Elfen, Zeit des Chaos, der „wilden Energie“, der Liebe und Vereinigung.

Bealtaine ist der heute übliche Name des Monats Mai im Irischen.

Auf dem Calton Hill in Edinburgh wird seit 1988 in der alten keltischen Tradition Beltane gefeiert. Es wird alljährlich von jeweils ca. 15000 Menschen besucht.

Auch in Deutschland wird Beltane von neuheidnischen Gruppierungen z.B. an den Externsteinen gefeiert.

Neuheidentum


Im Neuheidentum wird der Name Beltane oder Beltaine für eines der acht Jahresfeste verwendet. Obwohl sich der Feiertag einiger Merkmale (etwa der Freudenfeuer) des gälischen Beltane bedient, ist es sowohl hinsichtlich der Bedeutung (Betonung der Fruchtbarkeit) als auch der Rituale (Tanz um den Maibaum) näher mit dem germanischen Mai-Feiertag verwandt. Einige Heiden feiern Beltane, in dem sie den Akt zwischen dem Herrn und der Herrin des Mai aufführen. Gerald Gardner, einer der wichtigsten Initiatoren des Wicca, bezieht sich mit der Bezeichnung „Vorabend des Mai“ auf Beltane.

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Donnerstag, November 15, 2007

Endlich globale Prinzipien fürs Netz?

Eine Wunschliste für die Internet-Verwaltung

Verbindliche Regeln kann das Internet Governance Forum (IGF) nicht machen. Schließlich ist es als eine Art UN-Kompromisseinrichtung mit beratender Funktion von Regierungen aus aller Welt beim Weltgipfel der Informationsgesellschaft nach heftigem Streit über die mögliche Internationalisierung der Internet-Verwaltung und das Bestehen der USA auf der Oberaufsicht über das Netz eingerichtet worden.

Eine Reihe von Vorschlägen zu politischen Prinzipien, derer man sich im Netz jenseits völkerrechtlicher Verträge unterwerfen könnte, wurden aber bereits in den vergangenen beiden Tagen im Rahmen der zweiten Tagung des IGF gemacht. Neben der Meinungsfreiheit in der Online-Welt wurde auch die Idee der Netzneutralität mehrfach angesprochen. Laut einem Beitrag des US-Wissenschaftlers Milton Mueller gibt Netzneutralität – also der unterschiedslose Transport allen Datenverkehrs durch die Netze, unabhängig von Quelle, Ziel, Dienst oder Inhalt – in einer breiten Definition eine gutes politisches Prinzip ab. Die Meinungsfreiheit, vom portugiesischen Ratsvertreter als erklärtes Ziel europäischer Politik in der Eröffnungsdebatte unterstrichen, bedürfe für den Onlinebereich möglicherweise weiterer Konkretisierungen. Dazu diskutierte in Rio die so genannte dynamische Koalition "Freedom Online" auf Initiative der Organisation für Europäische Sicherheit und Zusammenarbeit. Die italienische Regierung sieht die Zeit für eine Bürgerrechtscharta, eine Internet Bill of Rights, für gekommen.

Luigi Vimercati, Staatssekretär des italienischen Kommunikationsministeriums, sagte in Rio: "Wir sehen heute die Geburt einer neuen Generation von Rechten für die Bürger der globalen digitalen Gesellschaft, die eine Erweiterung der grundlegenden Menschenrechte sind, mit all den Besonderheiten (der digitalen Welt)." Eine solche digitale Bürgerrechtscharta sei erforderlich, um sich über die Definition dieser Rechte zu verständigen. Die Rechte sollten Freiheit und Zugang zum Internet für jedermann absichern, dabei gleichzeitig Formen der Selbstregulierung und der Einschränkungen der Rechte im Sinne der Sicherheit und Integrität des Netzes formulieren.

Unter der Charta ließen sich viele der in Rio diskutierten Vorstellungen über Bürgerrechte im Cyberspace zusammenfassen, etwa auch die in mehreren Veranstaltungen auf dem Programm stehenden Ansprüche auf Unbeobachtetheit und Datenschutz der Cybercitizens. Noch arbeiten die verschiedenen dynamischen Koalitionen oder Gruppen allerdings an ihrem speziellen Anliegen. In den "Dynamic Coalitions" sind jeweils, auf freiwillger Basis, alle drei Gruppen von Betroffenen (neudeutsch Stakeholdergruppen genannt) vertreten – Regierungen, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft.

Offenbar halten viele eine Bürgerrechtscharta für Netizens für zu hoch gegriffen und utopisch. "Wir wissen, dass es ein langer und schwieriger Prozess sein wird", sagte Vimercati. Immerhin handele es sich um Ordnungsprinzipien für den größten bekannten Raum. Es müsste auch dafür gesorgt werden, dass die Charta am Ende tatsächlich von der internationalen Gemeinschaft akzeptiert werde.

Netzneutralität wurde in der Eröffnungssitzung des IGF vom japanischen Vizeminister für Policy Coordination, Kiyoshi Mori, als eine der wichtigen Herausforderungen der kommenden Jahre genannt. Mit dem Entstehen verschiedener IP- und Breitbandnetze sowie den verschiedenen Diensten, die darüber angeboten würden, wachse die Bedeutung fairer Nutzungsbedingungen und einer gleichmäßigen Verteilung der Kosten für die Infrastruktur enorm an.

Mueller hatte in einem Papier (PDF-Datei) für das Treffen des GigaNet, eines losen Zusammenschlusses der zum Thema Internet-Verwaltung forschenden Wissenschaftler, davor gewarnt, Netzneutralität als Regulierung der Bandbreite beziehungsweise Verbot der Privilegierung bestimmter Datenverkehre zu verkürzen. Der streitbare Wissenschaftler schlägt stattdessen eine Erweiterung des Begriffes auf die Infrastrukturen des Internets vor. Neben dem Anspruch auf Diskriminierungsfreiheit beim Zugang zum Netz für Inhalteanbieter und Nutzer, häufig bedroht durch Filterung oder Blockierung von Inhalten oder Diensten durch Regierungen oder Unternehmen, müsse sich auch die ICANN der Neutralität verpflichten. Damit spielt Mueller auf die mögliche Auswahl von neuen Adresszonen durch die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) an, bei der auch die Prinzipien Moral und öffentliche Ordnung Berücksichtigung finden sollen.

Die Liste möglicher globaler Prinzipien könnte im Lauf der Woche noch länger werden. Sicherheitsaspekte, Spam und die Verfolgung von Cyberkriminellen gehören auch zum Kanon der mehr oder weniger (un-)erfüllbaren Wünsche. Der Europarat wirbt heute in einer eigenen Sitzung für die Cybercrime Convention und in einer anderen für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Netz.

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Mittwoch, Oktober 31, 2007

Happy Sturm-Wurm Halloween


Die kriminellen Individuen hinter dem Sturm-Wurm nutzen als aktuelle Social-Engineering-Variante Halloween, um potenziellen Opfern einen Schädling unterzujubeln. Tanzende Skelette sollen Anwender dazu bringen, eine aktualisierte Variante des Sturm-Wurms zu installieren und ihren Rechner damit zu einem Teil des Botnetzes zu machen.

Webseite mit Halloween-Grüßen, die dem Besucher Schädlinge unterjubelt:

Diese Webseite soll Besucher dazu verleiten, einen Schädling auszuführen. Sie nutzt auch Lücken in älteren Browsern für die automatische Installation aus.

Die Links auf die Webseiten kommen in E-Mails mit Betreffzeilen wie "Happy Halloween” und “Dancing Bones" bei Internetnutzern an. Auf bereits infizierten PCs lagern die Schädlingsbastler Webseiten, die dem Besucher das Programm "halloween.exe" versprechen, das ein tanzendes Skelett zeigen soll – dabei handelt es sich jedoch um einen Trojaner. Zugleich versuchen die Seiten Sophos zufolge, den Schädling durch Lücken in älteren Browserversionen auf den Rechner einzuschleusen.

Die meisten Virenscanner erkennen die derzeit verbreitete Variante des Schädlings bereits, lediglich Avast und Panda erlauben sich einen Aussetzer:

Virenscanner - Erkennung
AntiVir: WORM/Zhelatin.Gen
Avast!: -
AVG: Downloader.Tibs
BitDefender: Trojan.Peed.ING
ClamAV: Trojan.Peed-39
CA eTrust: Win32/Sintun.AK
Dr Web: Trojan.Packed.193
F-Secure: Email-Worm.Win32.Zhelatin.lj
Ikarus: Email-Worm.Win32.Zhelatin.lj
Kaspersky: Email-Worm.Win32.Zhelatin.lj
McAfee: Tibs-Packed trojan
Microsoft: Trojan:Win32/Tibs.EU
Nod32: Win32/Nuwar.Gen worm
Panda: -
Sophos: Mal/Behav-146
Symantec: Trojan.Packed.13
Trend Micro: WORM_ZHELATI.AXD

Scanergebnisse von AV-Test.

Allerdings könnten jederzeit neue Varianten dieses und anderer Schädlinge auftauchen, bei denen die Erkennungsrate schlechter ausfällt. Allgemein sollten Empfänger von Halloween-Grüßen, die Dateianhänge oder Links auf Webseiten enthalten, Vorsicht walten lassen und die Dateien nicht ausführen. Außerdem sollten sowohl das Mail-Programm, der Webbrowser und die installierte Antivirenlösung auf den aktuellen Stand gebracht werden, damit die Schädlinge nicht durch Schwachstellen in älteren Versionen unbemerkt in das System eindringen können. Weitere Tipps zum Schutz vor Schädlingsbefall liefern die Antiviren-Seiten von heise Security.

Siehe dazu auch:

* Happy HallowEcard, Warnung von Sophos
* Weather Report For Halloween: High chances of a Storm…, Warnung von Trend Micro

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