Samstag, Oktober 28, 2006

SETI@home


Glatt den relaunch verschlafen, nachdem SETI@home Ende letzten Jahres aus Geldmangel den Betrieb einstellen musste. Zum Glück haben sich Sponsoren für weitere Klimaberechnungen gefunden und auch die Suche nach galaktischen Radiosignalen kann weitergehen.

SETI@home ist ein wissenschaftliches Experiment, welches über das Internet verbundene Computer für die Suche nach ausserirdischer Intelligenz (SETI) nutzt. Sie können teilnehmen, indem Sie ein kostenloses Programm installieren, das selbständig die Daten eines Radioteleskops herunterlädt und analysiert.

SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence - Suche nach ausserirdischer Intelligenz) ist ein wissenschaftliches Gebiet, dessen Ziel es ist, intelligentes Leben ausserhalb der Erde zu entdecken. Ein Ansatz, bekannt als Radio SETI, nutzt Radioteleskope, um nach Radiosignalen schmaler Bandbreite aus dem All zu suchen. Solche Signale können aus heutiger Sicht nicht auf natürliche Art und Weise auftreten und somit würde deren Entdeckung Beweise für ausserirdische Technologie liefern.

Die von Radioteleskopen empfangenen Signale bestehen in hauptsächlich aus Rauschen (von Quellen ausserhalb der Erde und der Elektronik des Empfängers) und Signalen menschlichen Ursprungs wie zum Beispiel von TV-Stationen, Radars und Satelliten. Moderne Radio SETI-Projekte analysieren die Daten digital. Grössere Rechenleistung erlaubt es, mit der Suche grössere Frequenzbereiche mit mehr Empfindlichkeit abzudecken. Aus diesem Grund kann für Radio SETI nie genügend Rechenleistung bereitsgestellt werden.

Frühere Radio SETI-Projekte nutzten Supercomputer, die sich beim Teleskop befanden, um einen Grossteil der Datenanalyse zu verrichten. Im Jahr 1995 schlug David Gedye vor, Radio SETI mittels eines virtuellen Supercomputers, bestehend aus einer grossen Anzahl über das Internet verbundener Computer, zu betreiben und so organisierte er das SETI@home-Projekt, um seine Idee zu verwirklichen. SETI@home nahm schliesslich im Mai 1999 seinen Anfang. -> WIKI

Plutonisch

Müssen wir jetzt die Astrologie neu erfinden? Wir degradieren Pluto einfach - so leicht ist das - hehe.
Wir erzählen einfach niemandem, dass die letzte Generation Menschen mit Pluto im Skorpion u.a. die französische Revlolution angezettelt und durchgezogen haben.

Astronomen meinen jedenfalls, Pluto sei kein Planet mehr, dabei waren sie so stolz, als sie ihn 1971 entdeckt haben... und haben geraume Zeit debattiert, ob er es wert sei, in der Oberliga der 'Planeten' zu spielen.

Ein babylonisches Relief zeigt unser Sonnensystem mit 10 Planeten.
Gerade waren es noch neun - und jetzt nur mehr acht!
Wie bei den kleinen Negerlein... aber die gibts ja auch nicht mehr.

Was wird, wenn per Definitionem nur noch ein Planet übrig bleibt? Das sind dann wir?
Und endlich allein im Universum. In dem es laut Carli Sag-an mehr Galaxien als Wesen gibt.
Klar, es gibt ja auch weit mehr Korallenriffe, als Meerestiere.

Amerika ist ja auch erst kürzlich 'entdeckt' worden? Was hätten die Indianer denn alle gemacht, wenn der selige Christopher nicht aufgetaucht wäre? Weitere 800 Jahre auf die Rückkehr der weißen Stämme gewartet, die zum vereinbarten Zeitpunkt nicht kamen? Wäre wohl leichter zu ertragen gewesen, als die Schlachtung ihrer Kulturen, da sie per Definitionem Wilde waren.

Lassen wir uns ruhig weiterhin die Welt per Definitionem verkaufen. Das Marketing ist seit dem tiefsten Mittelalter gleich erfolgreich geblieben. Jeder bekommt, was er verdient.



Fortschritt ist geil!

Freitag, Oktober 27, 2006

Aberglaube

Freitag der 13.

Wer kennt heute noch die wahre Bedeutung seines 'schlechten' Rufs? In unserer Zeit globalen Tiefschlafs existieren noch einige rudimentäre Erinnerungen an die Zeit vor Papst Gregor und seiner egomanischen Zeitrechnungsambitionen... dämmerts?
Jaa... wir rechneten in 'Monden' - genau 13 Monde pro Jahr, zu je 28 Tagen von Vollmond zu Vollmond.
Freitag der 13. war also naturgemäß jeden Monat der Tag vor dem Neumond. Na und?
Der Vollmond macht doch die Menschen verrückt...
Tja, der Neumond kann das auch - unterdrückte, ungeliebte, ungeahnte... du ahnst es schon - Gefühle nehmen überhand, nützen die Schwächen des unbeleuchteten Egos...

Dieser Tag hält sogar in einem Kalender, der geringfügig falsch läuft, immer noch so manche Überraschung bereit. Eine der schönsten:

Für die einen ist Freitag der 13. ein unheilvoller Tag, für OpenOffice.org ist er ein Geburtstag. Seit sechs Jahren ist die Internetseite online und bietet das alternative Officepaket zum freien Download an. OpenOffice.org



Am 12. Oktober hat Aleister Crowley Geburtstag, am 13. OpenOffice.org - 13.10.2000 = 2023 = 7

Weder proprietäre Kalender, noch ebensolche Software haben die Macht, den Lauf der ZEIT zu ändern. Und - nichts vermag eine Idee zu verhindern, deren Zeit gekommen ist.
Das Web gehört dazu, wie Open Source und Wikis, communities - Gemeinschaften im Geist, Ideen die die noch junge Wassermannzeit dominieren. Against all odds.

CU