Mittwoch, Februar 28, 2007

OpenOffice.org Sponsor Sun ist "Corporate Patron" der FSF

Sun unterstützt Free Software Foundation

Sun ist "Corporate Patron" der Free Software Foundation geworden und will auf dieser Basis enger mit der Organisation zusammenarbeiten. Sun nutzt die von der Free Software Foundation geschaffene Open-Source-Lizenz GPL seit einiger Zeit für Java.


Die engere Zusammenarbeit mit der FSF sei also nur ein logischer Schritt und die Ankündigung der Beginn einer neuen Phase der gemeinsamen Arbeit, so Phipps. Sun erwägt, beispielsweise auch sein Betriebssystem OpenSolaris unter die GPL zu stellen.

Das IT-Magazin eWeek beruft sich in einem Bericht auf eine anonyme Quelle. Demnach plant Sun, das Betriebssystem OpenSolaris unter der GPLv3 zu veröffentlichen, wenn diese fertig ist. Damit wird für 2007 gerechnet. Die derzeit verwendete Common Development and Distribution License (CDDL) soll jedoch ebenfalls beibehalten werden, so dass eine Dual-Lizenzierung verwendet würde, wie sie auch bei anderen Produkten durchaus üblich ist. Die CDDL ist zwar als Open-Source-Lizenz anerkannt, jedoch inkompatibel zu der GPL.

Weitere Corporate Patrons der FSF sind beispielsweise MySQL AB, Google und JBoss.

Donnerstag, Februar 22, 2007

Wenn dir nicht gefällt, was du im Spiegel siehst, verhänge ihn...

The Internet is a mirror of the population that uses it, Google's vice president and chief Internet evangelist Vinton Cerf said in reference to the proliferation of fraud, social abuse, and other online crimes.

"If you stand in front of a mirror and you don't like what you see, it does not help to fix the mirror," Cerf said.

Internet companies like Google are putting in a lot of effort to help prevent these abuses, but the problem is more social and economic than technical, Cerf told reporters Tuesday in Bangalore.

Google's Orkut social networking site has come in for criticism and even litigation in India, after some users ran campaigns against India and revered Indian historical figures.

Similarly, spam is a side-effect of free e-mail service, said Cerf who is also chairman of the board of the Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), which is responsible for the global coordination of the Internet's system of unique identifiers.

A key benefit of the IP packet layer is that it isolates the application from the underlying communications medium, which can be wireless and wireline, Cerf said. In earlier technologies such as television and telephony, the physical infrastructure and the application were tightly connected, he added.

The Internet packet does not care how it is being carried, whether it is by an optical fiber connection or a radio connection, and does not know or care what it is carrying, according to Cerf.

One result of this architecture is that the next wave of growth in the Internet is likely to come from mobile applications. The mobile phone has become an important factor in the Internet revolution, Cerf said. There are 2.5 billion mobile users worldwide and the numbers are expected to increase rapidly in developing countries such as India and China, he added.

The architecture of the Internet also ensures that the intelligence is at the edge of the system. This allows people to run applications on the edge of the Internet without having to take permission from Internet service providers, Cerf said. This feature of the Internet has stimulated tremendous creativity, and led to the founding of Internet companies like Google and Yahoo, he added. It has become all the more relevant as people move from using the Internet as an information resource to becoming producers on the Internet, Cerf said.

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Dienstag, Februar 20, 2007

OpenOffice.org Conference 2007 in Barcelona

Die Mitglieder der OpenOffice.org Community haben Barcelona, Spanien als Austragungsort für die jährliche OOoConference im September 2007 gewählt.
Das Resultat der Online-Abstimmung unter den Community Mitgliedern lautet:

Barcelona, Spanien 297
Dehradun, Indien 224
Beijing, China 82

Diese Zahlen zeigen das stetige Wachstum der OpenOffice.org Community, heuer beteiligten sich 40% mehr Mitglieder als 2006. Besonders die beiden beeindruckenden Anträge aus Asien machen den großen Erfolg und das Potential für OpenOffice.org in diesem Teil der Welt deutlich.

Jesús Corrius, Leiter des erfolgreichen Teams, zeigte sich begeistert über das Resultat: "Wir sind sehr glücklich. Die katalonischen, spanischen, baskischen und galizischen Communities werden gemeinsam mit Hilfe der Universität von Barcelona und Unterstützung der Spanischen Regierung hart daran arbeiten, aus Barcelona den besten Veranstaltungsort für die OpenOffice.org Conference zu machen."

OOo Conferences gab es bis dato in Frankreich, Slowenien, und Deutschland. Sie zeichneten sich durch die hohe Qualität der Veranstaltungen und die soziale Verbundenheit bei den Gemeinschaftstreffen aus.

Die Conference Webseite ist hier:
http://marketing.openoffice.org/ooocon2007
Interessenten an einer Teilnahme sind eingeladen, sich auf der
Conference Mailing Liste anzumelden. Senden Sie ein leeres Email an
ooocon2007_discuss-subscribe@marketing.openoffice.org

ODF Konverter von Sun

Sun bietet nun einen Konverter für das OpenDocument-Format an, der sich in Microsoft Word integriert. Das kürzlich bereits angekündigte Plug-In ist nun als Beta-Version verfügbar und basiert auf dem Quelltext des freien Büropaketes OpenOffice.org. Weitere Plug-Ins sollen folgen.

Nach ersten eher hilflosen Versuchen Microsofts, das ISO-zertifizierte OD-Format vernünftig darzustellen, kündigte auch Sun einen Konverter für das OpenDocument-Format an, der nun als Beta-Version verfügbar ist. Das Programm soll sich als Plug-In in Microsoft Word einklinken und unterstützt somit vorerst nur die Konvertierung von Texten. Laut Sun sollen Plug-Ins für Tabellen und Präsentationen im April 2007 folgen.

Der Sun-Konverter setzt auf den Quelltext des OpenOffice.org-Projektes und unterstützt Microsoft Office 2003. Laut Sun wird das Plug-In bereits vom US-Bundesstaat Massachusetts eingesetzt, der seit Jahresbeginn sämtliche offiziellen Dokumente in das OpenDocument-Format umwandelt.

Mit einem Sun-Konto kann der Konverter ab sofort heruntergeladen werden. Im Frühjahr soll das erste fertige Plug-In veröffentlicht werden.

trackback: www.sun.com

Montag, Februar 19, 2007

OpenOffice.org und VB-Script

Die freie Office-Suite ist für viele User schon ein guter Ersatz für kommerzielle Produkte. Doch in einem Punkt gibt es immer wieder Probleme: Bei Scripts, die in zu importierenden Dokumenten vorhanden sind.

Sun hat daher schon seit einiger Zeit in sein Star-Office einen Konverter beigelegt, der beim Einlesen von Excel-Dateien die enthaltenen Makros übersetzt. Dieses Java-Programm ist allerdings nur auf Excel zugeschnitten und hat als Ergebnis ein Starbasic-Script - sofern dieses die Funktionalität überhaupt abbilden kann.

Novell hat auch eine eigene Sicht der Dinge und bietet in seinem Paket eine direkte VBA-Unterstützung an. Das VBA-Modul ist dazu neu entwickelt und direkt in das OpenOffice-Paket integriert worden - und im Moment ebenfalls nur für Excel verfügbar.

Der Missstand soll nun beendet werden. Sun und Novell haben sich geeinigt, die beiden Systeme zusammenzuführen und auf Basis der Novell-Technologie beispielsweise auch Word-Makros etc. unterstützen zu können.

Die Funktionen gehen dann auch gleich in das Hauptprojekt ein, wo sich die Community auch um Test und Erweiterungen kümmern kann - das wird die Zukunft dieses Moduls sicherstellen können.

Doch das wichtigste für alle Skeptiker: Der Mechanismus wurde so implementiert, dass er sich komplett ausschalten lässt. Wer seine Erfahrungen mit Word-Viren gemacht hat, wird wissen, warum man darauf so viel Wert gelegt hat ;-)

Dienstag, Februar 13, 2007

Details zur Zusammenarbeit Microsoft und Novell

Nach der vereinbarten Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Novell haben die beiden Unternehmen nun eine Roadmap vorgelegt, die weitere Details nennt. Sie umfasst die vier Punkte Virtualisierung, Webservices zur Server-Verwaltung, Directory- und Identitätsmanagement sowie OpenDocument zum Dokumentenaustausch.
Mit der nun veröffentlichten Roadmap geben Microsoft und Novell weitere Details zu ihrem im November 2006 geschlossenen Abkommen bekannt. Dieses konzentriert sich auf vier Punkte, um die Zusammenarbeit zwischen Linux und Windows zu verbessern. Im Einzelnen sind es die Punkte Virtualisierung, Server-Verwaltung über Webservices, die Integration von eDirectory und Active Directory sowie den Datenaustausch über das OpenDocument-Format.

Die groben Ziele waren zwar bisher bereits bekannt, doch nun gehen die beiden Firmen mehr ins Detail. Durch die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Virtualisierung sollen Kunden den Suse Linux Enterprise Server 10 (SLES) als Gastbetriebssystem mit dem kommenden Microsoft Virtual Server 2005 R2 Service Pack 1 nutzen können. Auch auf der nächsten Version des Windows-Servers, Codename Longhorn, soll SLES 10 virtualisiert laufen. Andersherum soll Longhorn als paravirtualisierter Xen-Gast unter SLES 10 laufen. Das bedeutet, dass es eine für die Virtualisierung angepasste Windows-Version geben wird - ebenso wie es die Paravirtualisierung voraussetzt. Hier weiß das Gastbetriebssystem, dass es als virtuelle Maschine läuft, was vor allem Geschwindigkeitsvorteile bringen soll. Normalerweise ist die Paravirtualisierung daher mit Closed-Source-Betriebssystemen, wie Windows, nicht möglich, da sich diese nicht einfach anpassen lassen, so wie es mit Open-Source-Systemen möglich ist.

Ein weiterer Punkt ist die webbasierte Verwaltung physischer und virtueller Server, was sich wiederum auf gemischte Umgebungen bezieht. Die Verwaltung soll über Standards ablaufen, beispielsweise über die "Web Services for Management"-Spezifikation (WS-Management). Eine freie Implementierung dieses Standards soll in Novells ZENworks Orchestrator integriert und auch von Microsoft System Center Operations Manager 2007 unterstützt werden.

Darüber hinaus steht die Integration von Verzeichnisdiensten auf dem Plan, wobei eine bessere Zusammenarbeit zwischen Novell eDirectory und Microsoft Active Directory das Ziel ist. In der ersten Jahreshälfte 2007 sollen weitere Details zu der Arbeit auf diesem Gebiet folgen.

Der vierte Punkt ist der Dokumentenaustausch mittels des OpenDocument-Formates. Am 2. Februar 2007 hatte Microsoft ein ODF-Plug-In zur Konvertierung zwischen Open XML und OpenDocument für sein Office-Paket veröffentlicht. Novell soll noch im Februar 2007 einen Konverter für seine OpenOffice.org-Distribution vorstellen. Zudem wollen beide Unternehmen gemeinsam auch an einer Unterstützung von Tabellen und Präsentationen arbeiten - bisher kann der Konverter nämlich nur mit Textdokumenten einigermaßen umgehen.

Mehr in Kürze...

Montag, Februar 05, 2007

Free Software Foundation motzt gegen Novell

GPLv3 soll kommenden Novell-Microsoft-Pakt unterbinden

Die Free Software Foundation (FSF) will angeblich prüfen, wie Novell der Verkauf weiterer Linux-Versionen verboten werden könne. Anlass dafür ist der heftig umstrittene Deal zwischen Novell und Microsoft. Doch tatsächlich hält die FSF nur an ihren bekannten Plänen fest.
Auslöser war ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach die Free Software Foundation (FSF) - die unter anderem hinter der verbreiteten Open-Source-Lizenz GPL steht - prüft, ob Novell der Verkauf von Linux-Versionen verboten werden könne. Zitiert wird dabei FSF-Justiziar Eben Moglen, der sagt, die Community würde alles tun, um das Abkommen zwischen Novell und Microsoft zu durchkreuzen. Doch ganz richtig ist dies offensichtlich nicht.

Gegenüber Linux-Watch sagte Moglen, er sei zwar richtig zitiert worden, jedoch sei seine Aussage in den falschen Zusammenhang gestellt worden. Vielmehr gehe es weiter um das, was die FSF schon früher angekündigt hatte: Die kommende Version 3 der GPL soll Abkommen wie das zwischen Novell und Microsoft unterbinden. Die Formulierungen sollen dafür explizit angepasst werden.

Die aktuell gültige Fassung hingegen hält nichts gegen den Pakt vor. Selbst GNU-Vater Richard Stallman bestätigte bereits, dass das Bündnis zwischen den beiden Firmen keinen GPL-Verstoß darstelle. Damit hat die FSF auch keine Handhabe, gegen den Vertrag vorzugehen. Erst wenn die GPLv3 gültig ist, könnte die FSF etwas unternehmen. Dabei ist jedoch noch fraglich, welche Open-Source-Projekte die neue Lizenz annehmen und damit in Novells Suse Linux gelangen würden. So haben sich einige der Linux-Kernel-Entwickler und insbesondere Linux-Schöpfer Linus Torvalds bereits mehrfach gegen die Neufassung der Lizenz ausgesprochen. Die endgültige Fassung der Lizenz soll noch 2007 fertig sein.