Montag, November 09, 2009

Tom Wujec über 3 Wege wie das Gehirn Bedeutung herstellt

Letztes Jahr versuchten wir bei TED die überwältigende Komplexität und den Reichtum zu klären, den wir bei den Konferenzen erfuhren, in einem Projekt namens "Big Viz". Und das "Big Viz" ist eine Sammlung von 650 Skizzen, die von zwei Künstlern erstellt wurden. David Sibbet von "The Grove" und Kevin Richards von "Autodesk" erstellten 650 Skizzen, die versuchen die Essenz der Ideen jedes Vortragenden zu bündeln. Und das Fazit war, dass es wirklich funktioniert. Die Skizzen enthielten die Kernideen, die Portraits, die magischen Momente, die wir alle letztes Jahr erlebten.

Dieses Jahr denken wir: "Warum funktioniert das?" Was bringt Bedeutung in die Animationen, Grafiken, Illustrationen? Und das ist eine wichtige zu beantwortende Frage. Denn je besser wir verstehen wie das Gehirn Bedeutung generiert, desto besser können wir kommunizieren. Ich denke auch, desto besser können wir zusammen denken und arbeiten. Dieses Jahr werden wir visualisieren, wie das Gehirn visualisiert.

Kognitionspsychologen erzählen uns nun, dass das Gehirn die Welt nicht so sieht, wie sie ist, sondern eine Reihe mentaler Modelle durch eine Sammlung diverser Aha-Effekte erstellt, oder Momente des Entdeckens durch diverse Prozesse hindurch.

Der Prozess beginnt natürlich bei den Augen. Licht dringt ein und trifft auf die Netzhaut und wird verdreht, das Meiste davon gelangt in den hinteren Bereich des Hirns zum visuellen Kortex. Und der primäre visuelle Cortex sieht nur einfache Geometrie, nur die einfachsten Formen. Es ist aber gleichzeitig eine Art Relaisstation die Informationen verbreitet und umleitet, zu vielen anderen Bereichen des Gehirns. Mindestens 30 andere Teile, die selektiv Bedeutung erstellen, kreieren mehr Bedeutung durch "Aha"-Erlebnisse. Wir reden hier nur von Dreien davon.

Der erste wird ventraler Fluss genannt. Es ist auf dieser Seite des Gehirns. Und dies ist der Teil des Gehirns, der registriert was etwas ist. Das ist der "WAS" Detektor. Schaue auf eine Hand. Schaue auf eine Fernbedienung. Stuhl. Buch. Das ist also der Teil des Gehirns, der aktiviert ist, wenn Sie etwas benennen.

Ein zweiter Gehirnteil nennt sich dorsaler Fluss. Und was er tut ist, er lokalisiert ein Objekt im physischen Raum. Wenn Sie also hier auf die Bühne schauen erstellen Sie eine Art Karte der Bühne. Und wenn Sie Ihre Augen schließen, können Sie diese mental bewegen. Sie aktivieren den dorsalen Fluss, wenn Sie dies tun.

Der dritte Aspekt, über den ich reden möchte ist das lymbische System. Und das ist tief im Gehirn. Es ist sehr alt, evolutionär gesehen. Und es ist der Teil, der fühlt. Es ist eine Art Zentrum, wo Sie ein Bild sehen und denken "Oh! Ich habe eine starke oder emotionale Reaktion zu dem Gesehenen."

Die Kombination dieser Prozesszentren hilft uns also Bedeutung, auf sehr unterschiedliche Wege zu erstellen. Was lernen wir daraus? Wie können wir diese Erkenntnis verwenden? Nun, erneut, der schematische Aufbau ist, dass das Auge visuell abfragt, was wir ansehen. Das Gehirn übersetzt dies in parallele Erfindungen von Information, indem es unzählige Fragen stellt, um ein einheitliches mentales Modell zu erstellen.

Wenn Sie z.B. dieses Bild ansehen, eine gute Grafik läd das Auge zum herumspringen ein, um eine selektiv, visuelle Logik zu generieren. So erstellt der Akt der Bindung und der Anblick des Bildes die Bedeutung. Es ist die selektive Logik. Nun, wir haben das diskutiert und diese Information spezialisiert. Viele von Ihnen erinnern sich an die Zauber-Wand, die wir gemeinsam mit Perceptive Pixel gebaut haben, wo wir ganz buchstäblich eine unendliche Wand erzeugten. So können wir die großen Ideen vergleichen und gegenüberstellen. Der Akt der Bindung und Erstellung interaktiver Bilder bereichert die Bedeutung. Es aktiviert einen anderen Teil des Gehirns. Und dann wird das lymbische System aktiviert, wenn wir Bewegung, wenn wir Farbe sehen. Und es gibt primäre Formen- und Mustererkennung wovon wir bereits gehört haben.

Was ist also der springende Punkt? Wir erzeugen Bedeutung durch Sehen, durch einen Akt visueller Abfrage. Wir erlangen dreierlei Erkenntnisse. Erstens, nutzen wir Bilder um zu verdeutlichen, was wir kommunizieren wollen. Zweitens, gestalten wir diese Bilder interaktiv, so dass wir mehr vollständig in Anspruch nehmen. Und drittens, verstärken wir die Erinnerung durch visuelle Beständigkeit. Diese Techniken, die genutzt werden können um zu - die großflächig zur Problemlösung angewandt werden können.

Die nieder-technologische Version sieht so aus. Und nebenbei, dies ist die Art, wie wir Strategien bei Autodesk entwickeln und ausgestalten, in einigen unserer Organisationen und Geschäftsbereichen. Was wir buchstäblich tun ist, unsere Teams anzuweisen den gesamten Strategieplan auf eine große Wand zu malen. Und das ist sehr machtvoll, weil jeder alles andere sehen kann. Es gibt immer ein wenig Raum, ein wenig Platz um Sinn aus allen Komponenten zu erzeugen innerhalb des Strategieplans.

Das ist die Zeitraffer-Perspektive davon. Sie könnten nun fragen "Wer ist der Boss?" Sie werden es schon wissen. Also der Akt des gemeinsamen, kollaborativen Erstellens des Bildes verändert die Kollaboration. Zwei Tage lang wird kein PowerPoint verwendet. Stattdessen erstellt das gesamte Team ein gemeinsames mentales Modell mit dem Sie alle übereinstimmen und weitermachen.

Und das kann nun durch neu entstehende digitale Technologie verstärkt und ergänzt werden. Und das ist unsere große Enthüllung für heute. Und dies ist eine Ansammlung neu entstehender Technologie die große Bildschirmdisplays benutzt mit intelligenten Berechnungen im Hintergrund, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Hier können wir buchstäblich auf Zukunftsfähigkeit blicken. Ein Team kann also tatsächlich auf alle Schlüsselelemente blicken, welche die Struktur erwärmen und Entscheidungen treffen und das Endresultat sehen, das auf dem Bildschirm visualisiert wird.

Bilder aussagekräftig zu machen hat also drei Komponenten. Das erste nochmal ist, Ideen darzustellen indem man sie visualisiert. Zweitens, sie interaktiv zu gestalten. Und dann drittens sie permanent zu machen. Und ich glaube, das diese drei Prinzipien eingesetzt werden können, einige der ziemlich anspruchsvollen Probleme die wir heute in der Welt haben zu lösen. Danke schön.

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